Lebendiges Nass - Quell allen Lebens

Wasser im Naturgarten

Auch hier gilt - wie überall im Naturgarten: Jeder Lebensraum eine eigene Welt, je mehr Biotope und Strukturen, umso mehr Vielfalt!

Nichts ist schlimmer als eine tote Wasserlochsteinwüste, wie sie häufig in Privatgärten und Gewerbegebieten zu sehen ist.

Positiv formuliert: Nur wer Blumen sät (Wasserpflanzen pflanzt), wird Schmetterlinge (und Libellen) ernten...!

Und auch beim Thema Wasser braucht es dafür nicht unbedingt große Flächen. Außerdem spielt im Naturgarten die intelligente Nutzung von Regenwasser eine große Rolle. Auch hier wieder: die natürliche Verbindung von Ökologie und Ökonomie.

Beispiele:

Sumpfbeet im Naturgarten Willemsen, Anrath. Beispiel für Regenwassernutzung vom Garagendach. Anspruchsvolle, noch neue Bepflanzung mit schattenverträglicher Erlenwaldvegetation und der Königin der Wasserpflanzen, der Wasserfeder. Wie immer gestaltet mit beseelten Materialien wie Natursteinen und Totholz.


Im Hintergrund die Garage (mit Dachbegrünung, zusätzlicher Regenwasserdurchfluß vom Haus her), davor zur Regulierung Regenwassertonnen, Einspeisung nach Bedarf in die stufenförmigen einzelnen Sumpfbeete und Überlauf in einen der kleinen Naturteiche. Strukturvielfalt auf kleinem Raum!


Auch hier Wasser?!!: Dachrinnenwasser (Fallrohr links) wird direkt durch ein Rohr (raffiniert kaschiert unter dem hinteren quer liegenden dicken Baumstamm) in eine Bodenvertiefung geleitet. Keine Folie! Das Wasser versickert allmählich auch bei starkem Regen. Die fast immer feuchte Mulde bietet einer seltenen einheimischen Feuchtwiesenvegetation Heimat, u.A. Sumpfhaarstrang und einheimischer Sumpfgladiole.


Gestaltung des Naturteiches an der Michael-Ende-Grundschule in Unterschleißheim bei München (siehe Kategorie "Netzwerk"). Noch gut zu sehen (bei sich noch zu entwickelnder Bepflanzung): die abwechslungsreiche Ausgestaltung der Uferzonen. Ein späteres Beobachtungs (und Spiel-!)-Paradies für Schulkinder...

Denn Strukturvielfalt bedeutet stets auch Artenvielfalt!


DAS Paradies für Frösche, Kröten, Molche, Libellen, Spinnen, Wasserinsekten und Schmetterlinge: der naturnahe Gartenteich! Wasserfläche ist kaum zu sehen, umso üppiger der Bewuchs. Doch auch im Wasser gibt es immer was zu sehen! Jedoch kaum Algen, und das bei einer Tiefe von nicht mal 40 cm...

Und einer reinen Teichgröße (Areal innerhalb der Folie) von nicht einmal 6 qm. Empfohlene Mindestgröße von 8 qm: Es geht auch kleiner. Pflegeaufwand: beinahe Null! Teure Technik: Null!

Fische im Teich? Fehlanzeige!

Goldene Regel (gerade wer keine Algen möchte...):

In einen Teich jedweder Art gehören keine Fische (und keine teure Chemie...)!

Wozu dann das alles? Siehe Aufzählung der Tierarten oben...