Blumen- und Kräuterrasen

Der kleine Bruder der Blumenwiesen

Mehr als nur ein Rasen....!

Auch hier gilt wie in der gesamten Naturgartengestaltung:

Viele Vorteile gegenüber dem Herkömmlichen....

Der Kräuterrasen ist pflegeleichter durch selteneren Schnitt, ökologisch wertvoller durch seine Kräutervielfalt, genauso strapazierfähig, schattenverträglich und, da die Gräser dem Rasentyp Landschaftsrasen entsprechen, obendrein verträglicher gegen Feuchtigkeitsschwankungen. Ebenso besticht er durch die standortangepasste Vielfalt seiner Typen, vom Feuchtkräuterrasen über eher trockeneren bis zu seiner Sonderform, dem Blumenschotterrasen, welcher sogar eine echte, günstige, da unversiegelte Alternative zu herkömmlichen Wegebelägen darstellt.

Sie kennen die ganzen Strapazen, die einem gewöhnlichen Rasen innewohnen? Als da wären: Häufiges Mähen, Düngen, Vertikutieren, Wässern, Wildkräuter ausstechen, Kalken, spritzen (igitt!!!), Rasenkanten stechen und viele kleine aufreibende Wochenend- und Feierabendvergügungen mehr......

Auf alls das können Sie getrost bei einem Kräuterrasen verzichten. Verzicht bedeutet hier also Gewinn, nicht zuletzt durch den ästhetischen Mehrwert...!

Beispiele:

Wunderschöner duftender Wiesensalbei in einem einmal pro Monat gemähten Blumenrasenstreifen (als Übergang zu einer Wiese) am Technologie- und Gründerzentrum Kempen. Der Salbei regiert auf den häufigeren Schnitt als in einer Wiese durch sogenannte Kurzblütigkeit, d.h. durch Blütenpracht am kurzen Stiel, wodurch er für den hier eher trockenen Kräuterrasen nicht nur überhaupt geeignet ist, sondern dort besonders zur Geltung kommt.

Nichts ist unmöglich: Duftkräuterrasen im Schatten mit herrlich duftender Poleiminze!

Ein feuchterer Kräuterrasen mit einem Blütenmeer aus Butterblume (Kriechender Hahnenfuß) und Gamanderehrenpreis.

Kräuterrasen im Botanischen Garten Neuss, angelegt mit Wiesenmatten, sozusagen "Fertig-Blumenrasen"....Auch das gibt´s!

2008 war ein regelrechtes Braunellenjahr, hatte man den Eindruck....Eine lila Blütenpracht aus Kleiner Braunelle in einem Auwaldgarten in Düsseldorf-Kaiserswerth.

Blumen so schön im Kräuterrasen, dass der Gartennutzer sie am Rand erst gar nicht mehr mäht......Spart Arbeit, Zeit, Geld....

Mehrwert durch "Lazy Gardening" und gewollte Abkehr vom - lasst es uns ruhig im wahrsten Sinne so unverblümt nennen - toten Zierrasen...!

Kräuterrasen in einem Vorgarten: zwar unspektakulär, doch pflegeleicht und dabei sicher schöner als jede der üblichen Kieswüsten (aus denen meistens noch die Unkrautfolie hervorlugt, ist es nicht so?), als nur Pflaster und als die übliche Monotonie.