Naturgärten 2015

Alles wird immer besser!

Auch das Naturgartenjahr 2015 ist wie gewohnt äußerst intensiv, es übertrifft an Vielfältigkeit sogar die vorherigen. Naturgärten sind einfach weiter auf dem Vormarsch, sei es im privaten Bereich, bei den Kindergärten und Schulen und neuerdings bei uns am schönen Niederrhein endlich auch im kommunalen bzw. öffentlichen Grün.

Im Folgenden nur ein kleiner repräsentativer Überblick:

Nur eines der wunderschönen Beete des Neusser Bauvereins Am Kotthauser Weg in Neuss: Saummischung Bunter Saum aus Ein- und Zweijährigen von Rieger-Hofmann, voll im Bilde die lila Nachtviole und in Gelb u.A. der Färberwaid; es schieben sich bereits in den Vordergrund die Rosetten der Königskerzen.

Selbes Projekt mit Wildblumenhecke Diane von Hof-Berggarten mit Aspekt der Schwarzen Königskerze, schwarz wegen ihrer auffallenden dunklen Staubblätter.

Die ebenfalls dort angelegt Blumenwiese von Rieger-Hofmann funktioniert auch prächtigst nach einem Jahr im Halbschatten.

Bauernwiese Eldorado von Hof-Berggarten im zweiten Jahr in wundervoller Sommerblüte.

Nochmal Neusser Bauverein: Frischwiese von Fa. Appels Wilde Samen auf der in 2015 neu angelegten Streuobstwiese inmitten der Siedlung Am Kotthauser Weg in Neuss. Bereits im ersten eine mehr als ansehnliche Blütenpracht.

Unser Hunsrückprojekt schreitet voran: Bau eines Hochbeetes mit Altmaterialien: verschiedene Trockenmauersteine gekonnt kombiniert mit Holzstämmen, ein senkrecht eingebauter Holzstamm als Insektennisthilfe.

Pflastern mal anders, und zwar kreativ mit Altmaterial und von einer Kita selbst gebrannten Tonziegeln, gepflastert MIT den Kindern (und ErzieherInnen)

Unkonventionell und originell pflastern zum Zweiten: Über einer Trockenmauer gelegene Terrasse aus vielerlei bunten Materialien, geschickt kombiniert und anspruchsvoll ausgeführt in Wildverband. Als Seitenstütze reicht eine späterhin begrünte Schotterbankette.

Gesamtansicht des Pflasters mit der Trockenmauer aus Grauwacke mit integrierter Stufenanlage; die Schotterbankette inzwischen bepflanzt.

Vorgarten in Moers: von meiner Kollegin Gundula Kerekes mit der Kundin gemeinsam geplanter Schmetterlings- und Wildbienengarten in Schotter mit integrierter Trockenmauer aus Altmaterialien. Im Hintergrund aus hiesiger Streuobstwiesenpflege ein alter Pflaumenstamm als Insektennisthilfe gebohrt und senkrecht eingebaut.

Kleiner Naturgarten in Kempen: gute Entwicklung des vor 4 Jahren angelegten Schmetterlings- und Wildbienensaumes über einer Trockenmauer aus Belgischem Schiefer. Rechts im Bilde die üppige Blüte eines Lavendels im Kräuterbeet.

Projekt Natur und Straße mit der Stadt Willich und ihrer Tochter GBW: Trotz des trockenen Frühjahrs hat sich die Einsaat der salzverträglichen Bankettmischung an der Vennheide in Anrath bereits gut entwickelt. Im Bilde der Einjährigenaspekt mit Mohn- und Kornblumen.

Schröpfmahd des Waldsaumes im ersten Jahr zur Unterdrückung unerwünschter Einjähriger durch die GBW. Auch hier trotz extremer Frühlingstrockenheit schon im ersten Jahr eine ansprechende Entwicklung.

Blumenwiesenpflege auf einem Privatgrundstück: Die in diesem Jahr erst angelegte Wiese (800 qm) entwickelte sich durch Wässern üppig und verlangte eine sogenannte Schröpfmahd zur Unterdrückung von z.B. dem Schwarzen Nachtschatten. Als weiße Farbtupfer sind bereits Wilde Möhren und Schafgarben wahrnehmbar.

Naturteich im ersten Jahr in einem Privatgarten in Schermbeck mit Blumenwiese und Esskastanienzaun im Hintergrund. Rechts vorne anschließend der Blumenschotterrasen der Terrasse.

Besagte Terrasse mit dem nach einem Jahr gut entwickelten Blumenschotterrasen, der unversiegelten, ökologischen Alternative zum Pflastern und Plattieren. Bauen für Pflanzen!

Terrasse vorne mit Trockenmauer aus 2014, Ansaat aus 2015: vor der Trockenmauer die Mischung Dachgrün, eine bunte vielversprechende Magerwiesenmischung von Rieger-Hofmann mit vielen niedrigen Arten.

Der Blumenschotterrasen vor dem Haus funktioniert auch im dort überwiegenden Schatten (von mir für den Schatten selbst geplante Spezialmischung von Rieger-Hofmann).

Sonnensaum Sylphe von Hof-Berggarten am Christian-Morgenstern-Kindergarten in Willich nach einem Jahr.

Pflegeaktion mit der Gartengruppe der Kita am Beeren-Naschbeet über einer der Trockenmauern, davor das Duft- und Färberpflanzenbeet mit lila Knautien und gelben Färberkamillen.

Haupttrockenmauerbereich im zweiten Jahr mit Kräuterspirale, zusammen mit Eltern und Kindern 2014 erbaut, mit artenreichem Bewuchs in und auf den Mauern. Auch hier: Bauen für Mensch, Tier und Pflanze.

Frischwiese der Fa. Appels Wilde Samen in einem Privatgarten in Willich im ersten Jahr sprießt bereits blumenbunt.

Später nach der letzten Wiesenmahd im selben Garten: Ein Teich (selbstverständlich als Naturteich einheimisch bepflanzt) muss nicht unbedingt groß sein, es reichen ein paar Quadratmeter mit einheimischen Wildpflanzen aus den Lebensbereichen Uferrand, Sumpf und Wasser, um die entsprechende Teichfauna anzulocken. Im Bild der Gartennutzer bei der Uferrandeinsaat.

Heidebeet im Zentralen Schulgarten des Botanischen Gartens Neuss: Bepflanzung mit einheimischen Heidepflanzen,. u.A. Stechginster, Preisel- und Heidelbeeren in reinem Rindenmulch, der bei einer Mitmachaktion übrig geblieben war.